Wir möchten euch hier unseren neuen GRAVEL Force Laufräder vorstellen.
Warum gibt es noch ein weiteres Gravel Laufrad?
Für wen eignen sich diese Laufräder?
Gefühlt muss ich euch hier mehr über Aerodynamik an Rennrad Laufrädern schreiben als bei den eigentlichen Aero-Laufrädern.
Moderne Aero-Laufräder bieten signifikante technische Vorteile, die weit über eine reine Gewichtsersparnis hinausgehen. Die Quellen verdeutlichen, dass insbesondere die Optimierung der Aerodynamik, des Rollwiderstands und der Fahrstabilität entscheidend für die Gesamtperformance sind.
GRAVEL Force Laufräder
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Angesichts der Flut an neuen Produkten auf dem Markt stellt sich die berechtigte Frage:
Warum braucht die Welt noch ein Gravel-Laufrad?
Die Antwort liegt nicht in einer neuen Marketing-Kampagne, sondern in konsequenter Physik. Mit den GRAVEL Force Laufrädern definieren wir eine Lösung, die Aerodynamik und Stabilität nicht mehr als Gegensätze betrachtet, sondern als technologische Einheit.
Die 105%-Regel – Warum Aero schon ab 15 km/h zählt
Es mag im ersten Moment paradox klingen, beim Graveln über Aerodynamik zu sprechen, da man selten die Durchschnittsgeschwindigkeiten des World-Tour-Pelotons erreicht. Doch die Daten sind eindeutig: Der Luftwiderstand ist bereits ab 15 bis 20 km/h der entscheidende Faktor für die Geschwindigkeit.
Hier greift die sogenannte 105%-Regel. Um einen laminaren Luftstrom zu gewährleisten, der sauber vom Reifen über die Felge gleitet, ohne in bremsende Verwirbelungen zu verfallen, sollte die Felge idealerweise etwa 105 % der realen Reifenbreite aufweisen. Mit einer Außenbreite von 38 mm nähert sich die GRAVEL Force bei einem 40-mm-Reifen (95 % Verhältnis) diesem Ideal bereits massiv an. Das High-Toroidal-Profil mit 45 mm Höhe sorgt zudem für einen beeindruckenden "Segel-Effekt". Ähnlich wie die Winglets an Flugzeugtragflächen stabilisiert dieses Profil den Luftstrom und erzeugt bei Seitenwind (Anströmwinkel von 5° bis 15°) messbaren Vortrieb.
Die Kombination aus 45 mm Felgenhöhe und 38 mm Breite erzeugt bei 30 km/h eine aerodynamische Verbesserung von gut 2 Watt gegenüber herkömmlichen 29 mm breiten Felgen. In schnellen Passagen und Abfahrten wächst dieser Vorteil sogar auf über 10 Watt an – ein echtes Kraftpaket gegen den Wind.

Adieu „Glühbirnen-Effekt“ – Präzision durch Reifenabstützung
Ein entscheidender technischer Clou der GRAVEL Force ist die enorme Maulweite von 32 mm. Bei herkömmlichen, schmalen Felgen nimmt ein breiter Reifen oft die Form einer instabilen Glühbirne an. Die Folge: In Kurven fängt der Reifen an zu „walken“ – er knickt leicht weg, was zu einem schwammigen und unberechenbaren Fahrgefühl führt.
Die 38 mm breite Felge zieht die Seitenwände des Reifens deutlich steiler nach oben und stützt die Flanken massiv ab. Das Resultat? Ein messerscharfes Handling, das selbst in technischen Sektionen keine Wünsche offen lässt. Ohne die Verzögerung durch einen instabilen Reifen lässt sich das Rad mit höchster Präzision und Sicherheit durch schnelle Kurven zirkeln, da der Reifen stabil auf der Felge steht, statt über sie zu kippen.

Der Speed-Paradox – Weniger Druck ist mehr Geschwindigkeit
Die vielleicht überraschendste Erkenntnis moderner Gravel-Physik ist, dass ein niedrigerer Reifendruck messbar schneller macht. Durch das enorme Volumen, das die GRAVEL Force Felge dem Reifen verleiht (ein 40-mm-Reifen wirkt effektiv wie ein 42-mm-Reifen), kann der Druck um 0,3 bis 0,5 bar gesenkt werden, ohne dass das Fahrverhalten schwammig wird.
Die Daten belegen diesen "Speed-Paradox": Ein 40 mm breiter Reifen spart bei 30 km/h etwa 7 Watt ein, wenn er mit 2,0 bar statt mit 2,5 bar gefahren wird. Diese Messwerte werden durch Branchengrößen wie Zipp und Flo Cycling eindrucksvoll bestätigt.
Die Vorteile des niedrigen Drucks im Überblick:
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Mehr Komfort: Vibrationen und harte Schläge vom Untergrund werden effektiv geschluckt, bevor sie den Fahrer ermüden.
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Weniger Rollwiderstand: Der Reifen rollt geschmeidig über Hindernisse hinweg, anstatt an ihnen abzuprallen (der sogenannte "Hystereseverlust").
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Maximale Traktion: Die vergrößerte Kontaktfläche („Latsch“) sorgt für massiven Grip beim Klettern auf losem Boden und eine brutale Bremstraktion in steilen Abfahrten.
Road-Performance im Gravel-Gewand
Die GRAVEL Force beweist ihre Vielseitigkeit vor allem dann, wenn man sie mit 35 mm Slicks bestückt. Diese bauen auf der breiten Felge real etwa 37 mm breit auf, was einem Verhältnis von 107 % entspricht – das absolute aerodynamische Optimum. In dieser Konfiguration steht das Setup einem reinen Road-Laufrad mit 28 mm Reifen in Sachen Windschlüpfigkeit in nichts nach.
Allerdings gibt es aufgrund der extremen Breite eine klare Sicherheitsregel: Reifen unter 32 mm dürfen auf der 32 mm Maulweite nicht montiert werden, da sie zu flach gezogen würden und die Felgenkante beschädigt werden könnte.
Für Fahrer, die die totale Flexibilität suchen, haben wir das „Twin Force“ Road & Gravel Rennrad Konzept entwickelt:
Wer sich für das Twin Force Rennrad Road & Gravel-Paket entscheidet, erhält den auf reinen Straßeneinsatz optimierten AERO Force Laufradsatz mit satten 300 Euro Rabatt. So ist man für jedes Terrain perfekt gerüstet, ohne Kompromisse einzugehen.


Fazit
Die neue Referenz im Gelände
Die GRAVEL Force Laufräder zeigt eindrucksvoll, dass die Kombination aus extremer Breite, ausgefeilter Aerodynamik und erhöhtem Reifenvolumen kein Marketing-Gag ist, sondern auf handfester Physik basiert.
Wer schneller, sicherer und mit mehr Kontrolle im Gelände unterwegs sein will, kommt an diesen technologischen Entwicklungen nicht mehr vorbei. Es ist Zeit, das Gravel-Erlebnis neu zu definieren.
Bilder

Technische Details
















