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Entwicklung unserer Laufräder

  • 2. Jan. 2025
  • 22 Min. Lesezeit

Vorwort


Uns ist euer Vertrauen in das Material sehr wichtig. Nur durch 100%iges Vertrauen in euer Material könnt ihr im Wettkampf 100% eure Leistung entfallten.

 

Hier findet ihr wissenswerte Hintergrundinfo zu der eingesetzten Technologie, den Fähigkeiten und dem Entwicklungsprozess



Unsere LAMBDA Laufräder waren bereits sehr gut in den aerodynamischen Messungen der Zeitschrift TOUR. Der Laufradsatz war von -10° bis -5° Anströmwinkel gleich "schnell" wie der ZIPP 808 Firecrest Laufradsatz und von -5° bis +13° sogar durchgehend signifikant schneller.



Ich muss zugeben das Projekt „Schnelle Laufräder für hohe Geschwindigkeiten“ hat mir viel Spaß gemacht. Ich konnte hilfreich Wissen aus meinem Luft- und Raumfahrttechnik Studium anwenden und die positiven Zwischenergebnisse haben uns sehr motiviert das Projekt erfolgreich abzuschließen.


Die Entwicklungsdauer betrug über ein Jahr. Wir danken unserem Hersteller und den Laufradfirmen für die Zusammenarbeit. Das Projekt ähnelt einer Open-Source Software, bei der mehrere Beteiligte Know-how und/oder finanzielle Unterstützung einbringen, um Verkaufsrechte zu erhalten. Diese Rechte sind über mehrere Kontinente verteilt (Australien, USA, Asien, Europa). Wir besitzen die Rechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dies nennt man "open mold". Mehr dazu im Kapitel "Wie wurden die Laufräder entwickelt?"



Ohne die Unterstützung wäre die Neuentwicklung nicht möglich oder müsste über den Verkaufspreis finanziert werden. Ihr erhaltet einen der modernsten und aerodynamischsten Laufradsätze zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Siehe "Warum ist der Preis so günstig?".


Das finale Ergebnis der optimierten Felgen/Reifen-Kombination zeigt deutliche aerodynamische Vorteile. Mehr dazu im Kapitel "Wie wurde der aerodynamische Widerstand vermindert?".


Unser Hersteller hat ein neues Herstellungsverfahren umgesetzt, das die Steifigkeit um 30%, die Hitzebeständigkeit bis 250°C und die Gewichtsoptimierung verbessert. Details unter "Was ist das Besondere an dem neuen Herstellungsprozess?".


Die wichtigste Eigenschaft eines Laufradsatzes ist nicht die Zeitersparnis, sondern die Freude, schneller zu fahren, mit toller Optik und motivierendem Sound.

Es geht auch um mentale Unterstützung. Zitat von IRONMAN-Weltmeister Sebastian Kienle: "Zu jeder gewonnenen Sekunde durch Materialverbesserung kommt noch eine weitere Sekunde durch die mentale Stärkung dazu!"




Für welchen Zweck sind die COMPETITION Laufräder optimiert?


Bei unseren Radrennen und Zeitfahren haben wir erkannt, dass mittlerweile die Geschwindigkeiten in den entscheidenden Rennsituationen weit über 50 km/h betragen.

Mit Geschwindigkeit ist nicht die Bewegungsgeschwindigkeit, sondern die Windgeschwindigkeit gemeint. So hast du bei 35 km/h angezeigter Geschwindigkeit auf dem Tacho und 15 km/h Gegenwind bereits die angesprochenen 50 km/h Windgeschwindigkeit.


Fährst du eine Attacke im Radrennen, bist in einer Ausreißergruppe, musst beim Zeitfahren viele Kilometer mit Gegenwind fahren oder beschleunigst im Sprint auf über 60 km/h, kann jedes Watt und jeder Meter Vorsprung entscheidend sein. Ziel unserer neuen Laufradserie ist die Optimierung der Felgen-Reifen-Kombination mit Speichen und Nabe für hohe Geschwindigkeiten wie sie im Wettkampf gefahren werden. Daher auch der Name "COMPETITION Serie".


Die Testergebnisse der aktuellen Reifen bestätigen, dass der CONTINENTAL 5000 Reifen im Rollwiderstand die besten Ergebnisse hat. Aber auch der aerodynamische Widerstand von verschiedenen Reifen in unterschiedlichen Größen wurde gemessen. Tatsächlich gibt es auch hier deutliche Unterschiede (Bild). Im Gesamtergebnis (Rollreibung, Aero-Widerstand, Haftung, Gewicht und Pannensicherheit) ist der CONTINENTAL 5000 Reifen nahezu unschlagbar.


Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen unsere neuen "High-Speed" Felgen genau für diesen Reifen zu optimieren.


Gleichzeitig zeigen die aktuellen Messungen, dass die 25mm breiten Reifen den besten Kompromiss zwischen Aerodynamik und Rollwiderstand besitzen.


Noch breitere Reifen rollen zwar noch leichter, erhöhen jedoch auch den Luftwiderstand. Da der Rollwiderstand linear und der Luftwiderstand quadratisch mit der Geschwindigkeit steigen, ist der geringe Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten entscheidend um noch schneller zu sein.


Der mit 28mm bezeichnete CONTINENTAL 5000 Reifen ist in Realität auf unseren neuen 26mm breiten Carbon-Felgen vermessen ziemlich genau 25mm breit. Ein breiterer Reifen wäre somit kontraproduktiv für unsere neuen Laufräder die speziell für Radrennen mit einer (Wind-) Geschwindigkeit über 50km/h optimiert sein sollen.


Natürlich können für mehr Komfort auch breitere Reifen (25mm oder 28mm) mit weniger Luftdruck auf den COMPETITION Laufrädern gefahren werden, sofern am Rahmen und an der Bremse ausreichend Platz ist (minimum 2-3mm). Für Radrennen und Zeitfahren ist unsere Empfehlung mit Nachdruck der 23mm CONTINENTAL 5000 Reifen.


Wo finden wir Sparpotential am Rennrad um noch schneller zu sein?


Üblicherweise werden Rennräder in der ersten Tuning-Stufe mit leichten Komponenten ausgestattet. Schritt für Schritt werden Laufräder und Schnellspanner, Reifen, Lenker, Vorbau, Sattel und Sattelstütze getauscht. Je nach Ausgangslage können über 500g Gewicht reduziert werden. Doch bewirkt das wirklich eine schnellere Geschwindigkeit oder nur eine schönere Optik?


Bei Fahrten in der Ebene werden lediglich 13% zur Überwindung der Rollreibung benötigt. 83% der Leistung erfordert der Luftwiderstand. Der Rest ist Reibung der Lager und Kette. Wird hier das Systemgewicht durch leichtere Bauteile um 500g gesenkt, so sinkt die erforderliche Leistung für den Rollwiderstand nur um 0,1 Watt und der Leistungsbedarf für den Luftwiderstand bleibt identisch. Fazit: Auf flachem Terrain bei konstanter Geschwindigkeit bringt Gewichtstuning nichts. Ab 15-20 km/h ist die Aerodynamik der wichtigste Faktor für die Geschwindigkeit.


Anders ist es bergauf. Fährt ein Fahrer mit 85kg Systemgewicht einen fünf Kilometer langen Berg mit sechs Prozent Steigung (300 Höhenmeter), so werden bei einer konstanten Geschwindigkeit von 15 km/h ca. 250 Watt benötigt. 80% der Leistung werden für die Überwindung der Steigung benötigt und nur noch 10% für den Luftwiderstand.


Ein um 500g minimiertes Systemgewicht spart in dem Beispiel 1,2 Watt. Wird diese eingesparte Leistung in Geschwindigkeit umgesetzt, so erhöht sich die Geschwindigkeit von 15,0 auf 15,1 km/h. Die Fahrzeit von knapp 20 Minuten reduziert sich um fünf Sekunden, was einen Vorsprung von 20 Metern bedeutet.

Das hört sich jetzt viel an, aber es geht auch wieder bergab und die Fahrt zum Berg und danach ist meist auch wieder flach.

Auf der Abfahrt erreichst du problemlos Geschwindigkeiten über 60 km/h. Gerade hier gewinnst du mit einem aerodynamischen Laufrad und/oder Equipment (Rahmen, Lenker, Helm, Kleidung) deutlich mehr als die gewonnenen fünf Sekunden bergauf! Mit einem Aero-Laufradsatz der dir ca. 10 Watt Leistung bei 40 km/h einspart, könntest du auf fünf Kilometer flacher Strecke sechs Sekunden schneller sein.


Sehr einfach könnt ihr euch das in unserem Simulator visuell darstellen. Dort seht ihr auch den aerodynamischen Gewinn durch schmale Lenker.



Was will ich damit sagen? ---> Bessere Aerodynamik macht dich um ein mehrfaches schneller als Gewichtsersparnis.


Auf keinen Fall solltest du eine niedrigere Felgenhöhe aufgrund von Gewichtseinsparung auswählen. Zwischen einer 45mm und 55mm Felge oder 55mm und 70mm Felge sind es gerade einmal 50g Differenz. Zudem bekommst du die Rotationsenergie der Laufräder zu 100% zurück (du rollst länger mit mehr Speed den Berg hinauf). Die verlorene Energie durch höheren Luftwiderstand bekommst du nicht mehr zurück.


Gemäß einer Berechnung vom Magazin TOUR kannst du mit guter Aerodynamik ca. 4kg mehr wiegen und bist auf 100km mit 1000 Höhenmeter immer noch schneller.

Nicht verschweigen möchte ich, dass mit dem Felgengewicht das Beschleunigungsverhalten der Laufräder verändert wird, was wiederum die Agilität des gesamten Rennrades beeinflusst. In der Praxis machen sich Unterschiede ab 200-300g bemerkbar. Wer beispielsweise von einem Standard Alu-Laufradsatz auf unsere Voll-Carbon Laufräder wechselt, der glaubt ein anderes Rennrad zu fahren. Das Beschleunigungsvermögen nimmt zu und das Rennrad lässt sich leichter in Kurven einlenken.


Auch wenn du die leichten Laufräder beim Beschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten bemerkst, ist jedoch die Energie sehr gering und hat keinen Einfluss bei hohen Geschwindigkeiten.


Hier ein einfacher Test für dich:


Bitte schalte bei deinem Rennrad auf den schwersten Gang. Stell dich neben dein Rennrad und hebe das Hinterrad hoch. Beschleunige nun mit der Hand die Kurbel einmal von oben nach unten so schnell du kannst. Diese Kraft bzw. Energie von deinem Arm ist die Energie, welche benötigt wird um das Hinterrad von 0 auf ca. 40 km/h zu beschleunigen.

Das ist wirklich zu vernachlässigen und im Sprint beschleunigst du niemals so zügig und viel. Die Beschleunigung verteilt sich auf mehrere Sekunden Dauer und in der Regel nur von 30 auf 45 km/h.


Ist nun Gewicht oder Aerodynamik entscheidend für ein Sprintfinale im Radrennen?


Beispiel: Ein Rennfahrer sprintet von 40 km/h auf 60 km/h (Dauer 20 Sekunden):

a) mit einem 200g leichteren Laufradsatz oder b) mit einem bei 40 km/h um 3 Watt aerodynamischeren Laufradsatz


Für die Beschleunigung 40 - 60 km/h wird konstant ca. 1 Watt mehr benötigt (20 Joule).Zwischen 40 - 60 km/h werden jedoch mit dem aerodynamischeren Laufradsatz im Durchschnitt ca. 30 Watt weniger Leistung benötigt!


Somit ist die Aerodynamik im Radrennen mit Geschwindigkeit über 50 km/h um ein Vielfaches wichtiger als das Gewicht der Laufräder oder einem geringeren Rollwiderstand durch überbreite Reifen, die wiederum den Luftwiderstand erhöhen würden.


Fazit:

Aerodynamische Optimierungen an den Laufrädern, Rahmen, Lenker, Helm oder Kleidung besitzen das größte Potential für schnellere Geschwindigkeiten. Im Weiteren der Rollwiderstand und erst dann das Gewicht.


Aus diesem Grunde ist unsere Empfehlung für alle Sportler denen es auf Schnelligkeit und hohe Endgeschwindigkeit ankommt, alle aerodynamischen Verbesserungen vorzunehmen in Verbindung mit rollwiderstandsarmen Reifen und der maximal möglichen und sinnvollen Felgenhöhe.


Hier ein sehr gutes Video-Beispiel, das ich bereits in den FAQ zu Aero-Rahmen verlinkt habe: Vergleich Zeitfahrrad von 1986 und 2015


Wie wurde der aerodynamische Widerstand vermindert?


Die Messungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass breite Reifen und dazu passende Felgen Vorteile beim Rollwiderstand, Seitenwindunempfindlichkeit und Steifigkeit besitzen.

Der Luftwiderstand ist abhängig vom Produkt aus Fläche (A) und Widerstandsbeiwert (Cw). Eine 27mm breite Felge hat von vorne eine 12% größere Luftangriffsfläche als eine 24mm breite Felge, wodurch der Luftwiderstand ebenfalls um 12% steigt. Um das zu kompensieren muss der Cw Wert reduziert werden.



Der niedrigste Widerstandsbeiwert wird erreicht, wenn ein möglichst gerader Übergang zwischen Bremsflächen und Reifen existiert. Die reale (!) Reifenbreite und die Felgenbreite sollen möglichst gleich sein. Die Einbuchtung zwischen Reifen und Felge lässt sich jedoch leider nicht vermeiden.


Um die Verwirbelung der Luft beim Übergang zwischen Reifen und Felge so gut wie möglich zu verhindern, soll die Felge 5% breiter sein als die reale Reifenbreite (105% Regel). Das erhöht zwar die Luftangriffsfläche (A), reduziert aber auch den Widerstandsbeiwerts (Cw), so dass das Produkt (Cw * A) und somit der Luftwiderstand geringer ist.



Die Luftströmung benötigt eine ebene Fläche um sich wieder zu „beruhigen“. Ist die Felgenbreite um 5% größer, können die entstandenen Wirbel an der Felgenoberfläche ungestört (laminar) weiter strömen und lösen sich auf.


Die CONTINENTAL 5000 23mm Reifen haben mit unseren Felgen eine gemessene Breite von 25,0mm ! Unsere neuen COMPETITION Carbon Felge besitzen an der dicksten Stelle des Profils eine Breite zwischen 26,5mm und 26,8mm und passen somit perfekt für alle Reifen die real 25mm breit sind.


Bei Reifen und Felgen über 27mm Breite steigt das Gewicht deutlich an und die Reifen können "zu" breit für den Platz am Tretlager werden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ab 26mm realer Reifenbreite bei manchen Carbon-Rahmen der Reifen am Tretlager zu schleifen (Bild) beginnt. Zudem erhöht sich der Strömungswiderstand mit überbreiten Reifen und/oder Felgen breiter als 27mm, weswegen wir mit den 25mm Reifen/26,5mm Felgen die schnellste Kombination gefunden haben.


Zusätzlich besitzt unsere vordere ZFX Aero Nabe messbare aerodynamische Vorteile was auch ein Grund ist weswegen unsere Laufräder in den aerodynamischen Messungen der TOUR so gut abgeschnitten haben.

 

Unsere ZFX Aero Nabe hat lediglich einen Durchmesser von 20mm. Andere Hersteller (z.B. ZIPP mit dem neuen 454 Laufradsatz - Bild) verwenden sehr "dicke" Naben mit bis zu 40mm Durchmesser. Dadurch verdoppelt sich der Luftwiderstand der Nabe, wodurch besonders bei hohen Geschwindigkeiten mehrere Watt zusätzlich benötigt werden. Diese "dicken" Naben sind aus unserer Sicht unverständlich und widersprechen dem aerodynamischen Gewinn der Aero-Felgen.

Selbst unsere Aero-Laufräder für die Radrennbahn montieren wir mit dieser Nabe statt den Standard Bahnradnaben.


 

ERGEBNIS:

  • Der gesamte Luftwiderstand (Cw * A) wurde messbar für hohe Geschwindigkeiten reduziert (bis zu 14%).

  • Zusätzlich erreichten wir mit der optimierten Reifen/Felgenbreite und Profil eine geringere Seitenwindempfindlichkeit, so dass die neue 55mm Felgenhöhe mit Blick auf Seitenwindempfindlichkeit bis 10° in etwa mit der 50mm Felgenhöhe der 24mm Laufräder vergleichbar ist, jedoch die aerodynamischen Vorteile die der 60mm Felge.


Was ist das Besondere an dem neuen Herstellungsprozess?


Parallel zu unseren Felgenberechnungen hat unser Hersteller ein neues Herstellungsverfahren umgesetzt. Das gab uns die Möglichkeit günstig die Prototypen zu bauen und zu testen.

Die bedeutendsten Verbesserungen durch den neuen Herstellungsprozess wurden in der Erhöhung der Steifigkeit (ca. 30%), der Hitzebeständigkeit (garantiert bis 250°C) und der Gewichtsoptimierung erreicht.


   

Trotz der breiteren und höheren Felgen ist das Gewicht spürbar weniger zu unseren 2016 Laufrädern.

  • Der Laufradsatz CC-55/55x26 mit 55mm Felgenhöhe wiegt 40g weniger als der Laufradsatz mit 50mm Felgenhöhe,

  • die deutlich aerodynamischere 45/55 Kombination wiegt lediglich 10g mehr als die 38/50 Kombination,

  • die empfohlene 70/80 Kombination sogar 90g weniger als die 60/90 Kombination und

  • die High-End 80/80 Kombination sogar 170g weniger als die 90/90 Kombination und hat zusätzlich einen reduzierten Widerstand !

Und dabei ist messbar die Aerodynamik, Steifigkeit und Seitenwindempfindlichkeit verbessert.


Das Herstellungsverfahren ist das der bekannten Markenhersteller mit ein paar Verbesserungen und neuen Entwicklungen.Unter anderem:

  • neues CNC Wickelverfahren (für genaueste Lagenwicklung der verschiedenen gewebten Carbon-Fasern, perfekte Rundheit und besseres dynamisches Gleichgewicht sowie erhöhte Steifigkeit bei weniger Gewicht)

  • Ultra-Hochdruck Abguss (homogene Harz Füllung für ebene und gleichmäßige Felgenoberfläche)

  • Hochtemperatur Phenolharz Kunststoffmatrix (für eine deutlich erhöhte Hitzebeständigkeit. Die max. garantierte Temperatur wurde auf 250°C angehoben.)

  • Diamond Polishing Treatment (DPT™) (ermöglicht ein Bremsen direkt auf dem Carbon. Dieser neue Prozess verbessert Bremsleistung bei nassen und trockenen Bedingungen und bewirkt eine angenehme sowie gleichmäßige Brems-Performance.)

  • Dynamic Balance Treatment (Gewichtsausgleich durch zusätzliches Carbon gegenüber dem Ventil)

  • 4-Achsen CNC Speichenloch-Bohrung (die Felgen sind in verschiedenen Winkeln für die verschiedenen Felgenhöhen und Naben gebohrt um der Übergang Speiche/Felgen zu optimieren und die Lebensdauer der Speichen zu erhöhen)

  • 100% Handarbeit (unsere Räder sind komplett von Hand in 15 überwachten Arbeitsprozessen und mehrfachen mechanischen Belastungen bzw. Qualitätskontrollen gebaut)

Wie wurde die Steifigkeit verbessert?


Vorerst ein paar Erklärungen zur Steifigkeit eines Laufrades.


Wenn Radsportler von Steifigkeit reden, meinen sie damit meist die Seitensteifigkeit. Die Seitensteifigkeit kann leicht gemessen werden und wird oft als Kriterium der Qualität eines Laufrades heran gezogen. Jedoch hat die Seitensteifigkeit primär keinen Einfluss auf den Vortrieb. Selbst die Kräfte bei einem 1500 Watt Sprint sind nicht ausreichend, um das Laufrad zu „verbiegen“.


Die seitlichen Kräfte beim Abkippen des Rades (Wiegetritt oder Sprint) sind um ein 10-faches höher. Das Laufrad und der Rahmen werden hierbei hohen seitlichen Kräften ausgesetzt, die aber nicht (!) den Vortrieb verzögern.

           Seitensteifigkeit                    Torsionssteifigkeit


Ein steifes Laufrad hat den Vorteil, dass es im Wiegetritt nicht die Bremse berührt und die Lenkung präziser und direkter macht. Jedoch sind hierfür auch die Rahmensteifigkeit und der Schnellspanner ein wesentlicher Faktor.


Das schwächste Glied ist entscheidend. Es macht keinen Sinn ein 100% steifes Laufrad zu fahren (z.B. ein Scheibenrad) und dazu einen „weichen“ Rahmen. Der Rahmen ist leider meistens der limitierende Faktor, denn die Streben zum Hinterrad und der Lenkkopf können einfach nicht steif genug gebaut werden um keinen „Flex“ zu haben.

Zum Beispiel haben wir deswegen unser neues Sprint-Aero Bahnrad AVENGER PHANTOM mit einem extrem steifen Hinterbau entwickelt. Einen steiferen Hinterbau haben wir noch nirgends gesehen. Mit einem Scheibenrad und geschraubter Nabenachse wird hiermit die höchst mögliche Steifigkeit erreicht.


Auf alle Fälle haben wir es geschafft die COMPETITION Laufräder um ca. 30% seitensteifer zu machen. Das war auch eines der Ziele der Entwicklung. Die COMPETITION Laufräder haben wir auf dem Teststand mit den aktuellen verfügbaren Laufrädern verglichen und sie liegen hierbei im obersten Drittel, womit wir sehr zufrieden sind (umgerechnet 55 N/mm vorne und 48 N/mm hinten bzw. 93 N/° vorne und 80 N/° hinten).


Geholfen haben dabei maßgeblich die Verbreiterung der Felge und das neue Herstellungsverfahren sowie im geringen Maße die höhere Felgenhöhe. Mehr Seitensteifigkeit wäre mit dickeren und mehr Speichen möglich, dass erhöht jedoch den Luftwiderstand was unserer Philosophie von „schnellen“ Laufädern widerspricht.

Die Steifigkeit, die für die 100%ige verlustfreie Umsetzung der Pedalkraft in Vortrieb entscheidend ist, ist die Torsionssteifigkeit.

Die RoadBIKE ist die einzige Zeitschrift die Torsionssteifigkeit in ihren Tests misst. Hierbei sind die Hinterräder mit der 2:1 Einspeichung diejenigen mit der höchsten Torsionssteifigkeit.


Zitat des Experten Haider Knall in der Zeitschrift RoadBIKE: "Bei der von RoadBIKE entwickelten Torsionssteifigkeitsmessung des Hinterrades zeigte sich, wie stark sich das Rad durch den Kettenzug in Fahrtrichtung verwindet. Eine aufwendige Messung, die Aufschluss gibt, wie direkt ein Rad auf harte Antritte reagiert. Hier trennten den Spitzenreiter Campagnolo Zonda (mit der 2:1 Einspeichung) weit über 50 Prozent von den Schlusslichtern. ... Grundsätzlich gilt: „Viele, zumindest an der Antriebsseite gekreuzte Speichen erhöhen eindeutig die Torsionssteifigkeit ..."


Die 2:1 Einspeichung unseres Hinterrades mit der ZFX Force Nabe bewirkt mit den 16 Speichen auf der Zahnkranzseite eine sehr hohe Torsionssteifigkeit, weswegen wir unsere Laufräder damit bauen. Mehr zu dem Thema 2:1 Einspeichung findet ihr hier (Link) und zur Steifigkeit hier (Link).


Welche Unterschiede haben die COMPETITION Laufräder für Renn- und Crossräder mit Scheibenbremsen?


Aufgrund der immer höheren Anzahl an Radsportlern die sich für Rennräder mit Scheibenbremsen entscheiden, bieten wir die gleichen COMPETITION Laufräder ab sofort auch mit Scheibenbremsen an. Auch bei den Profis hat sich mittlerweile diese Technik durchgesetzt, was für manchen Zweck und Fahrer wirklich eine sinnvolle Verbesserung ist.

Bezahlbare und zugleich aerodynamische Hochprofil-Laufräder für Disc-Brakes sind noch Mangelware. Deswegen sind wir stolz euch diese Laufräder anbieten zu können.

Folgende Kombinationen werden angeboten:


  • CC-45/55x26 Disc (45mm vorne und 55mm hinten) - Empfehlung als leichter und aerodynamischer Allround / Touren Laufradsatz ohne Seitenwindempfindlichkeit

  • CC-55/55x26 Disc (55mm vorne und 55mm hinten) - Empfehlung als aerodynamischer Laufradsatz für Marathon, RTF, Rad- und Crossrennen oder einfach nur Ersatz der Serien-Laufräder

  • CC-55/70x26 Disc (55mm vorne und 70mm hinten) - Empfehlung als Laufradsatz für Training und Rad- und Crossrennen mit kräftigen Fahrer oder Zeitfahren/Triathlon mit leichten Fahrer/-innern

  • CC-70/80x26 Disc (70mm vorne und 80mm hinten) - Empfehlung als schneller Laufradsatz für Zeitfahren und Triathlon


Die COMPETITION Disc Laufräder haben eine andere Nabe (ZFX 2:2 Disc) mit 6-Loch Bremsscheibenbefestigung und werden mit je 24 SAPIM CX-Ray Straight-Pull Aero-Speichen 2-fach gekreuzt gebaut. Die SAPIM CX-Ray Speichen sind mehrfacher Testsieger. Die Clincher Felgen sind für Falt-/Drahtreifen und Tubeless Reifen von 23mm bis 32mm Reifenbreite geeignet.


Zur besseren Übertragung der Bremskräfte von der Nabe zur Felge verwenden wir Straight Pull Speichen.Zusätzlich besitzen die Felgen keine Bremsflächen und unser Logo erstreckt sich bis zum Felgenhorn, was sie sehr edel aussehen lässt.

         

Optional können die Aero Disc-Laufräder auch fahrfertig mit hochwertigen Shimano oder SRAM Bremsscheiben, Reifen und Kassette ausgeliefert werden. Im Webshop findet ihr die entsprechenden Optionen.

Zur Erhöhung des Komforts ist es  aufgrund der größeren Reifenfreiheit ohne Felgenbremse sinnvoll diese Laufräder mit 25mm oder 28mm Reifen zu fahren. Wie bieten euch hierfür ebenfalls den CONTINENTAL 5000 in 23mm, 25mm und 28mm Reifenbreite an.

   

Folgende Möglichkeiten gibt es für die Achsaufnahme (Breite gemessen zwischen den Ausfallenden):

Vorderrad

  • Schnellspanner (QR) mit 100mm Breite

  • Steckachse 12mm mit 100mm Breite

  • Steckachse 15mm mit 100mm Breite

Hinterrad

  • Schnellspanner (QR) mit 135mm Breite

  • 10mm Steckachse mit 135mm Breite

  • 12mm Steckachse mit 135mm Breite

  • 12mm Steckachse mit 142mm Breite


Als Standard bei den Rahmenherstellern haben sich die Steckachsen am Vorderrad mit 12mm oder 15mm Durchmesser und am Hinterrad mit 142mm Länge (Rahmenbreite) und 12mm Durchmesser durchgesetzt. Die ZFX 2:2 Disc Naben können mit Adaptern auf die verschiedenen Aufnahmen umgerüstet werden. Das hat den großen Vorteil, dass bei einem Rahmenwechsel der Laufradsatz weiter verwendet werden.

         

Für diejenigen die sich fragen welche Vor- und Nachteile hat man mit Scheibenbremsen, denen empfehlen wir diesen Link.

Die Disc-Laufräder mit gleicher Felgenhöhe sind lediglich 120g schwerer und im Windkanal haben wir im Mittel lediglich 3 Watt mehr Widerstand bei 40 km/h gemessen. Bei Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile sind das keine entscheidenden Argumente gegen die Rennräder mit Scheibenbremsen.

Erst gerade jetzt hat Marcel Kittel (Quick-Step Floors) seine ersten Sprint Siege mit Scheibenbremsen gewonnen (Link).


Wie wurden die Laufräder entwickelt?


Die Entwicklung vollzog sich in sechs Stufen.

  1. Übernahme der Komponenten mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben

    • SAPIM CX-Ray Aero-Speichen und SAPIM Alu-Nippel (beides in schwarz) (Link)

    • ZFX Aero und Force 2:1 Nabe bzw. Force 2:2 Nabe bei Disc Laufrad (Link)

    • 2:1 Einspeichung am Hinterrad (16 Speichen rechts und 8 links) (Link)

    • Vorne 20 Speichen und hinten 24 Speichen (Link)

  2. Erste CAD (Computer Aided Design) Profil Erstellung

  3. CFD (Computational Fluid Dynamics) Berechnungen der aerodynamischen Eigenschaften

  4. Finite-Elemente Berechnung zur Gewichts- und Steifigkeitsoptimierung

  5. Auswahl von fünf Prototypen mit verschiedenen Profilbreiten

  6. Windkanal-, Steifigkeits- und Praxismessungen zur Ermittlung der optimalen Breite und Profil der Felge


Eigentlich gab es keinen vernünftigen Grund eine neue Laufradserie zu entwickeln. Unsere Kunden und wir sind mit den Voll-Carbon Laufrädern sehr zufrieden. Jedoch bot sich die Gelegenheit an und der Reiz war zu groß es zu versuchen. Ich wusste, dass noch aerodynamisches Verbesserungspotential für hohe Geschwindigkeiten existiert und eine Felgenhöhe am Vorderrad von 55mm und 70mm hat Vorteile gegenüber den verfügbaren 50mm, 60mm und 90mm Höhen.


Begonnen haben wir am Computer mit Hilfe der Computational Fluid Dynamics (CFD). Das sind IT-unterstützte Berechnungsmethoden der numerischen Strömungsmechanik und eine kostengünstige Alternative zu Versuchen im Windkanal.


Wir haben dabei erkannt, dass bei Grenzschichtablösungen nach denen die Hauptströmung der Wand nicht mehr folgt unerwünschte, teilweise dramatische Auswirkungen bei höheren Geschwindigkeiten haben. Die Grenzschichtablösung erfolgt (leider) immer durch die Kerbe zwischen Reifen und Felge. Bei Windgeschwindigkeiten unter 40km/h und deutlicher Seitenwindkomponente ist das weniger relevant.


Als Lösung haben wir die innenseitige Maulweite der Felge auf 18mm vergrößert und die Außenbreite auf das Maximale von 25,5mm erweitert. Die Breite erhöht sich bereits im Bereich der Bremsfläche auf über 26mm. Das gibt der Hauptströmung schnell die Möglichkeit zur „Beruhigung“ und verhindert die Grenzschichtablösung, die zu einem deutlichen erhöhten Widerstand führt. Die maximale Felgenbreite ist unterschiedlich und optimiert für jede Felgenhöhe.


Parallel erfolgte eine Finite-Elemente Berechnung zur Steifigkeitserhöhung und Gewichtsreduzierung mittels Optimierung der Lage der Carbon Matten und Wandstärken. Im Ergebniss sind die Felgen deutlich leichter, trotz Verbreiterung und erhöhter Steifigkeit.

Anschließend wurden für die neuen COMPETITION Felgen fünf Prototypen mit verschiedenen Breiten für Steifigkeits- und Aerodynamikmessung hergestellt. Die aerodynamischen Messungen erfolgten ausschließlich im firmeneigenen Windkanal. Das besondere hierbei war, dass der Boden sich identisch mit der Windgeschwindigkeit bewegt (wie bei einem Laufband).


Ein stehender Boden verändert den vertikalen Geschwindigkeitsgradienten deutlich, weil der Luftstrom durch den stehenden Boden abgebremst wird (siehe folgendes Bild). Mit einem mitlaufenden Boden bleibt die Strömungsgeschwindigkeit bis zum Boden konstant hoch (wie in der Realität) und es können genauere Messungen gemacht werden.


Zur Qualitätskontrolle wurden unsere Laufräder mit Markenlaufrädern verglichen. Jede Messeinrichtung, Windkanal und Prüfstand ist unterschiedlich, wodurch relative Aussagen nur durch Vergleichsmessungen erfolgen können. Zusätzlich konnten wir die Laufräder selbst testen und uns von der Aerodynamik, Steifigkeit, Gewicht und Qualität des neuen Herstellungsprozesses überzeugen.


Der realistischere Luftwiderstand zeigte mit unseren Laufrädern signifikante Vorteile gegenüber Aero-Laufrädern anderer Hersteller, insbesondere bei Geschwindigkeiten über 40 km/h und Seitenwindwinkel von 0° bis 8°. Das freute uns natürlich und bestätigte unsere Berechnungen und Vorgehensweise.


Die Messungen mit den verschiedenen Prototypen bestätigten auch den erhöhten Widerstand bei hohen Windgeschwindigkeiten mit breiteren Reifen über 25mm oder Felgen über 27mm. Das bestärkte unsere Entscheidung die COMPETITION Felgen auf die 25mm Reifenbreite optimiert zu haben.


Aufgrund des positiven Feedbacks unserer Kunden zum Stealth-Logo, matten Carbon Design und dem angebotenen Zubehör erfolgen hierbei keine Änderungen. Identisch sind somit folgende optische Merkmale und Auswahlmöglichkeiten:


  • Optional 16 Speichen am 80mm Vorderrad

  • Stealth-Druck, Logo und eine Vielzahl farbiger Aufkleber passend zum Rahmen (Link)

  • Optische Merkmale (3K matt Design, schwarze Naben + Nippel + Speichen)

  • Titan Schnellspanner (45g) sowie leichtes schwarzes MOPP-Felgenband (6g) (Link)

  • Verschiedene DELTA Bremsbeläge nach Wahl (schwarz, grau oder blau) (Link)

  • Bereifung mit CONTINENTAL 5000 Reifen in 23mm, 25mm oder 28mm (auch gemischt)

  • Montierte Kassette 10- und 11-fach von Shimano oder SRAM in allen verfügbaren Abstufungen

  • Montierte hochwertige Shimano oder SRAM Bremsscheiben nach Wunsch



Welchen Kombinationen der Felgenhöhen sind für wen und welchen Zweck zu empfehlen?


Oben in der Mitte seht ihr eine Übersicht der verfügbaren Felgenhöhen (Bild zum Vergrößern anklicken). Das linke Rennrad hat die 70/80 Kombination, das Rechte die 45/55 Kombination.


Die Frage nach der passenden Felgenhöhe am Vorder- und Hinterrad werden wir am meisten gefragt. Das ist auch eine sehr individuelle Entscheidung.


Die Felgenhöhe am Vorderrad ist im Wesentlichen abhängig von folgenden Faktoren:

  • Zweck (Radrennen, RTF, Marathon, Triathlon, Zeitfahren, Freizeitfahrten)

  • Trainings- und Wettkampfbedingungen (windige oder windstille Gegend)

  • Verwendung als Wettkampf- oder Trainingslaufradsatz oder Beides

  • Streckenlängen

  • Fahrergewicht, Leistungsstand und Erfahrung mit Hochprofillaufrädern

  • Rennradtyp (Komfort-Rennrad, Aero-Rennrad, Zeitfahrrad)

  • Optische Vorlieben und Rahmendesign (dünne Titan-/Stahl-Rohre oder flächiger Carbon-Rahmen)


Das Hinterrad ist nicht seitenwindanfällig. Deswegen kann für eine gute Aerodynamik hier eine größere Felgenhöhe gewählt werden als für Vorne.

Für die COMPETITION Laufräder haben wir aus den bisherigen Erfahrungen neue Felgenhöhen ausgewählt. Diese schließen die Lücken der 38mm, 50mm, 60mm und 90mm Laufradhöhen. Gerade die Entscheidung zwischen 50mm und 60mm war häufig. Diese "schwere" Entscheidung haben wir mit der neuen 55mm Felgenhöhe gelöst.


Folgend die Begründungen für die neuen Felgenhöhen:

  • 45mm (weil 38mm aus aerodynamischer Sicht zu niedrig ist und 50mm am Vorderrad für leichte Fahrer bei Wind zu hoch)

  • 55mm (weil dies am Vorder- und Hinterrad ein sehr guter Kompromiss zwischen 50mm und 60mm ist - die 55mm haben die Aerodynamik der 60mm Felgenhöhe von 2016 mit der Seitenwindanfälligkeit der 50mm Felge)

  • 70mm (als Vorderrad weil 60mm oft zu wenig und 90mm zu viel war - Empfehlung für Zeitfahrer als 70/80 Kombination)

  • 80mm (als Vorderrad mit Scheibenrad oder als 55/80 bzw. 80/80 Kombination)


Für das Vorderrad stehen dir für Training und Wettbewerb 45mm, 55mm oder 70mm zur Auswahl und als reines Wettkampflaufrad für Zeitfahren 80mm. Auf die 90mm Felgenhöhe haben wir verzichtet, da 90mm für das Vorderrad oft zu hoch ist.

Wegen der Abschattung am Hinterrad ist dort die Felgenhöhe nicht so effektiv, wodurch 80mm ausreichend sind. Zudem hat sich das Gewicht der 80/80 Kombination um 170g gegenüber der 90/90 Kombination reduziert, wodurch der 80/80 Laufradsatz jetzt auch für schnelle Radrennen ( z.B. Kriterium) eine gute Wahl ist.

   

Argumente für 45mm Vorderrad:

  • für Gebiete mit Wind aufgrund der geringen Seitenwindanfälligkeit

  • für leichte Fahrer/-innen unter 60kg auf einem Zeitfahrrad mit Auflieger

  • als Alltagslaufrad für jedes Wetter

  • optisch passend für Rennräder und Rahmen mit dünnen Rohren (z.B. Titan oder Stahlrahmen)

  • in Kombination mit 55mm Hinterrad

Argumente für 55mm Vorderrad:

  • zur Verwendung im Radrennen, Radmarathon, Jedermannrennen

  • für Gebiete bis mittleren Wind oder windige Gegend + Fahrergewicht über 70kg

  • optisch passend für Standard Rennräder

  • für Fahrer über 60kg auf einem Zeitfahrrad mit Auflieger

  • unsere Empfehlung als Alltagslaufrad für Training und Wettkampf

  • in Kombination mit 55mm oder 80mm Hinterrad

Argumente für 70mm Vorderrad:

  • für alle Zeitfahren bis Langdistanz und Mitteldistanz bei windigen Bedingungen (z.B. Ostsee Man)

  • für Fahrer über 80kg auf einem Zeitfahrrad mit Auflieger

  • unsere Empfehlung für Zeitfahrtraining und Wettkampf

  • in Kombination mit 80mm Hinterrad oder Scheibenrad

Argumente für 80mm Vorderrad:

  • für kurze Zeitfahren

  • für geübte Athleten als Wettkampflaufrad für alle Triathlon Distanzen

  • wenn möglich mit alternativen niedrigeren Vorderrad für windige Tage

  • unsere Empfehlung für Leistungssport mit Priorität auf die schnellsten Zeiten

  • in Kombination mit 80mm Hinterrad oder Scheibenrad


     

Um den besten Kompromiss aus guter Aerodynamik, geringem Gewicht, geringer Seitenwindanfälligkeit und passender Optik zu erhalten, ist eine Kombination mit verschiedenen Felgenhöhen zu empfehlen. Ein guter Kompromiss in allen Bereichen sind die 55mm Felgen in der 55/55 Kombination, die wir dieses Jahr selbst fahren. Alternativ die 45/55 Kombination für noch weniger Seitenwindanfälligkeit oder 55/80 für bessere Aerodynamik.

Folgend eine Tabelle für verschiedene Sportlertypen und Prioritäten:


Für Hobbyfahrer oder als Trainingslaufradsatz:

Aerodynamik

55/55

Gewicht / Beschleunigung

45/55

Seitenwindtoleranz

45/55

Steifigkeit

55/80

Für Radrennfahrer:

Aerodynamik

55/55, 55/80 oder 70/80

Gewicht / Beschleunigung

55/55

Seitenwindtoleranz

45/55 oder 45/80

Steifigkeit

55/80 oder 70/80

Für Triathleten und Zeitfahrer:

Aerodynamik

70/80 oder 80/8070 oder 80 plus Scheibe

Gewicht / Beschleunigung

nicht relevant

Seitenwindtoleranz

45/80 oder 55/8055 plus Scheibe


Was gibt es über die ZFX Naben zu sagen?


Die Auswahl der besten Naben für unsere Aero-Laufräder war für uns ein langer Prozess.

Entscheidend für gute Naben sind das Design des Nabengehäuses, die Festigkeit des Aluminiums und die Haltbarkeit der Kugellager. Alles andere ist eher unwichtig. Naben von bekannten Marken sind meist nicht besser - nur teurer.

Ein großer Flanschabstand und eine große Flanschhöhe an der Zahnkranzseite sind die zwei konstruktiven Merkmale, die das hintere Laufrad steifer machen.

  Beispiel:

Flanschabstand zur Mitte (L/R)

Lochkreisdurchmesser

  ZFX Force Nabe

37,8 mm / 16,2 mm

50,6 mm

  DT Swiss DT350s / DT240s (straight pull) Nabe

33,3 mm / 15,8 mm

45,5 mm

   

Besonderheiten der ZFX Naben


  • Die vordere Nabe hat den Namen ZFX Aero. Das hat folgenden Grund:


    Der Luftwiderstand ist proportional zur Luftangriffsfläche. Unsere ZFX Aero Nabe hat einen Durchmesser von 20mm. Andere Hersteller (z.B. ZIPP mit dem neuen 454 Laufradsatz - Bild) verwenden sehr "dicke" Naben mit bis zu 40mm Durchmesser. Dadurch verdoppelt sich der Luftwiderstand der Nabe, wodurch bei hohen Geschwindigkeiten mehrere Watt zusätzlich benötigt werden. Diese dicken Naben sind aus unserer Sicht nicht verständlich und widersprechen dem aerodynamischen Gewinn der hohen Felgen.

     

  • Die ZFX Naben haben je vier gedichtete Industrie-Kugellager vorne und hinten. Standard bei anderen Naben sind zwei Lager vorne.


    Die Lager der Vorderradnabe sind, aus aerodynamischen und Gewichtsgründen verhältnissmäßig klein, dafür verteilt sich die Last auf vier Lager. Dies verbessert die Haltbarkeit der Lager. Besonders die vorderen ZFX Aero Naben laufen sehr leicht und sind extrem lange haltbar.


    Die ZFX Naben haben sehr hochwertige Blue ABEC-3 (Class 6) Lager von ENDURO Bearings aus den USA (Link) oder von DT.


     

  • Die vordere Nabe wiegt ca. 70g, die hintere ca. 195g. Sie gehören somit zu den leichtesten verfügbaren Naben.


     

  • Uns ist ein steifes Hinterrad sehr wichtig. Das erreicht man unter anderem mit möglichst weit außen liegenden Flanschen.


    Die hintere ZFX Force Nabe hat Flansche mit großem Abstand. Zudem ist der Flansch an der Zahnkranzseite im Durchmesser vergrößert, was noch mehr Steifigkeit erzeugt.


     

  • Die ZFX Force Hinterradnaben besitzen eine 2:1 Bohrung an der Hinterradnabe (Bild). Das ist mit anderen Naben nicht möglich.


    Bei einer 2:1 Einspeichung werden auf der Antriebsseite eines Hinterrades doppelt so viele Speichen verbaut, wie auf der Nichtantriebsseite. Drei Speichen (zwei auf der Antriebsseite und eine auf der Nichtantriebsseite) bilden jeweils eine Speichengruppe, daher der Name 2:1. Andere gebräuchliche Namen sind Triplet-Einspeichung.


    Die 2:1 Einspeichung mit 24 Speichen macht das hintere Laufrad sehr stabil - radial und in der Torsion. Daher die Bezeichnung "Force". Zudem ist die Speichenspannung links/rechts nahezu identisch, was Speichenbrüche verhindert.


    Nur Campagnolo und Fulcrum Laufräder haben auch dieses patentierte Einspeichung.


     

  • Für Vorne empfehle ich 18 oder 20 Speichen - alternativ 16 Speichen bei einem Fahrergewicht unter 70 kg oder bei 80mm Felgenhöhen.


     

  • Die ZFX Naben sind schlicht und schwarz. Das passt am Besten zu den meisten Rennrädern.

    Es können zudem Standard Speichen und Zentrierwerkzeug verwendet werden.


     

  • Für eine deutliche Verlängerung der Lebensdauer verwenden wir an der Hinterradnabe spezielle Lager mit geringer "Lagerluft". Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Bis heute wurde bei Laufleistungen bis 15.000km am Hinterrad noch kein Lagerspiel festgestellt. Die vordere Nabe läuft trotz der vier Lager sehr leicht und ein Lagerspiel ist nahezu ausgeschlossen.


    Viele Hersteller verwenden eine erhöhte Lagerluft, was das Lager im ersten Moment "leicht" laufen lässt. Hierbei haben die Lager aber wesentlich schneller ein Spiel. Unsere Lager haben eine reduzierte Lagerluft (C2). Dadurch dreht sich die hintere Achse von Hand im ersten Moment etwas schwerer. Dieser erhöhte Widerstand der Lager ist weit unter einem Watt. Dafür ist die Haltbarkeit wesentlich länger und das Lagerspiel wird vermieden.


     

  • Der Freilauf der ZFX Force Naben besitzt ein patentiertes sechs Sperrklinken Design.


    Jeder Freilauf hat einen gewissen Leerweg, der überwunden werden muss, wenn nach einer Phase des Rollens oder rückwärts Tretens der Kraftschluss für den Antritt hergestellt wird. Während dessen tritt man vorwärts, ohne das Hinterrad zu beschleunigen und somit "ins Leere”.


    Das spürt man so gut wie gar nicht, wenn man es gewohnt ist. Die sechs Sperrklinken haben einen 50% kürzeren Leerweg, da immer drei Sperrklinken verzahnen. Du siehst das an dem unterschiedlichen Abstand der Sperrklinken.

     

Zusammenfassung der Besonderheiten der ZFX Naben


  1. geringes Gewicht (76g / 208g)

  2. 2:1 Einspeichung (Triplet-Einspeichung) mit 24 Loch am Hinterrad - 16 oder 20 Loch am Vorderrad

  3. hochwertige ABEC-3 Lager von ENDURO oder DT (vorne und hinten 4-fach)

  4. am Hinterrad spezielle Lager für eine hohe Laufleistung

  5. steifes Nabendesign (Flanschabstand und Flanschdurchmesser)

  6. gehärteter Aluminium Freilauf bis 11-fach für Shimano/Sram oder Campagnolo

  7. Lautstärke des Freilauf genau richtig - nicht zu laut und nicht zu leise

  8. sechs Sperrklinken im Freilauf

  9. schlichtes Design und in schwarz glänzend

  10. sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu Naben der Markenhersteller 

            

Hintergrundinformationen:

Die Reibungsverluste der Lager sind generell sehr gering. Der Reibungsverlust beträgt bei 36 km/h zwischen 0,06 bis 0,14 Watt für das Vorderrad und 0,11 bis 0,23 Watt für das Hinterrad.


Zum Vergleich:

Die Kette erzeugt bei 36 km/h ca. 4 bis 6 Watt Reibungsverluste, die Rollreibung der Reifen schlägt gar mit 40 bis 60 Watt zu Buche! 

Normalspiel (C0, CN):Die normale Lagerluft ist so festgelegt, dass bei normalen Passungen und Betriebsbedingungen genügend Lagerluft verbleibt.

Erhöhte Lagerluft ( C3 ):Bei besonderen Einbau- und Betriebsbedingungen wie zum Beispiel Temperaturen ab ca. 120°C bedarf es einem Wälzlager mit erhöhter Lagerluft.

Reduzierte Lagerluft ( C2 ):Bei Präzisionsanwendungen oder Stoßbelastungen werden Wälzlager mit reduziertem Spiel eingesetzt.

Lager von Vorderrad: Typ 688 - RS2 - Abmessungen (mm): Innendurchmesser x Außendurchmesser x Breite: 8 x 16 x 5mmLager von Hinterrad: Typ 6802 - RS2 - Abmessungen (mm): Innendurchmesser x Außendurchmesser x Breite: 15 x 24 x 5mm

Im Scheibenrad werden etwas andere Rillenkugellager verwendet (1x 6901-2RS / 12 x 24 x 6mm und 1x 6001-2RS / 12 x 28 x 8mm).


Sind die Gewichtsangaben garantiert?


Die Gewichtsangaben können aufgrund des Herstellungsverfahrens bei Carbon immer etwas vom Soll-Gewicht abweichen (+/- 30g). In der Regel sind die realen Gewichte in den angegebenen Grenzen - oft auch unter dem angegebenen Mittelgewicht.

Die Gewichtsangaben sind die Gewichte aus eigenen Messungen. Diese sind mit einem Stern (*) gekennzeichnet.


Alle Laufräder werden von uns vor dem Versand gewogen und dokumentiert. Bei erheblichen Ausreißern gibt es ein Rabatt. Für Sonderbestellungen kann keine garantierte Angabe oder Garantie über das Gewicht gemacht werden.


Wie laut ist der Freilauf?


Das Freilaufgeräusch unserer Laufräder ist abhängig von der Felgenhöhe und befindet sich im Mittel der uns bekannten Laufräder. Aus unserer Sicht genau richtig - nicht zu laut bzw. unangenehm und nicht zu leise, um Fußgänger rechtzeitig aufmerksam zu machen.

Der Freilauf der ZFX Force Naben besitzt ein patentiertes sechs Sperrklinken Design, welches gegenüber den günstigen Freiläufen mit nur drei Sperrklinken Vorteile hat. Die sechs Sperrklinken erzeugen ein hochwertigeres Geräusch.


Hier ein kurzes Video-Beispiel in dem ihr euch das Freilaufgeräusch anhören könnt (Video)

Der Freilauf kann einfach und schnell mit nur zwei 5mm Inbusschlüsseln von der Nabe aufgeschraubt und dann abgezogen werden. Damit kannst du die Sperrklinken fetten um das Freilaufgeräusch zu verringern oder entfetten, um es lauter zu machen.

Shimano/Sram und Campagnolo Wechselfreiläufe sind immer auf Lager (jeweils bis 11-fach) - Preis je 50 Euro.


Warum ist unser Verkaufspreis so günstig?


Die guten Ergebnisse der zwei Aerodynamiktests der TOUR hatten uns überzeugt, die Laufräder noch schneller sowie steifer und robuster machen zu können. Gemäß unserer Philosophie muss der finanzielle Aufwand in Grenzen bleiben, damit wir weiterhin eine kostengünstige Alternative zu den Markenherstellern bieten können.


Wie schon erwähnt, hatten wir für die Entwicklung eine finanzielle Unterstützung und einen hilfreichen Know How Austausch mit unserem Hersteller und weiteren Laufrad-Firmen, die im Laufe der Entwicklung bei dem Projekt eingestiegen sind.


Mit Hilfe der kostengünstigen Prototypenherstellung aufgrund des neuen Herstellungsverfahrens hatten wir zudem die Möglichkeit die aerodynamischen Qualitäten der COMPETITION Felgen ohne großen finanziellen Aufwand zu testen. Somit mussten wir den Preis lediglich um 80-90 Euro pro Laufradsatz im Vergleich zu der vorherigen Serie erhöhen.


Letztendlich begründet sich der niedrige Preis für unsere Laufräder durch unsere geringen Nebenkosten, die ansonsten über den Verkaufspreis vom Kunden bezahlt werden müssen.

Wir sind ein kleines Familienunternehmen bestehend aus meiner Frau Tina, unseren Kindern Finja und Nico und mir, wodurch wir keinen Lohn und Arbeitnehmerkosten zahlen müssen. Unsere Ausgaben für Werbung sind weniger als 50 Euro pro Monat und das Sponsoring beschränken wir auf wenige junge Nachwuchssportler, damit diese mit einem kleinen Preisnachlass günstiges und hochwertiges Wettkampfmaterial nutzen können.

Natürlich haben auch wir diverse Nebenkosten, die jedoch deutlich geringer sind als bei einer großen Markenfirma (siehe folgende Beispielgrafik).




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