Übersicht Gravel-Bike Blog

Aktualisiert: Sept 10

In unserer Gravel Bike Blog-Serie möchten wir euch ein paar Informationen, Empfehlungen und Tipps zur Auswahl eines Gravel Rennrades geben. Der Blog ist wie folgt unterteilt:


1. Rahmen und Geometrie (Link)

2. Schaltung und Übersetzung (Link)

3. Laufräder (Link)

4. Reifen und Luftdruck (Link)

5. X-Wing Aero-Lenker (Link)


Unser Ziel mit dem Angebot eines Gravel Bikes ist es dem Rennradfahrer die Gelegenheit zu geben neue Strecken zu erkunden – rund um sein zu Hause, im Urlaub oder bei Gravel Events. Es gibt auch andere Konzepte die mehr den Mountainbiker im Fokus haben, der neben seinem Fully MTB ab und zu schneller unterwegs sein möchte.

Jedes Gravel Rad ist ein individueller Kompromiss und kann bis zu einem gewissen Grad durch die Komponenten variiert werden. Bei uns liegt der Focus auf Aerodynamik, Gewicht und Komfort. So haben wir es mit unserem Bike geschafft, ein unter 7kg Gravel Rad mit 40mm breiten Reifen und elektronischer Schaltung für ab 4200 Euro anbieten zu können.


So haben wir bewiesen, dass auch ohne eine extreme Reduzierung an Material und teuren Tuning Komponenten das Gesamtgewicht auf 6,9kg reduziert werden kann. Der Rahmen ist bewusst an wichtigen Stellen verstärkt und somit gehört unser AVENGER Podtracer in die Gravel Race Bike Kategorie das zugleich auch als Road-Rennrad viel Spaß macht.


Der Gravel Leistungssport hat in den USA bereits begonnen und auch in Europa gibt es immer mehr Gravel Veranstaltungen.


So kommt es auch zur Namensgebung. „Podracer“ sind die Science-Fiction Rennwagen die im Film STAR WARS schwebend über jedem Gelände Rennen fahren. Wie erwartet hat mir Walt Disney nicht erlaubt unseren Rahmen so zu nennen.


So entstand der Name modifiziert mit einem „T“ (Podtracer).


Die Rahmengeometrie ist ein Kompromiss aus Komfort, Geradeauslauf und Agilität. Das AVENGER Podtracer Gravel Race Bike richtet sich an Gravel-Fahrer, die gerne neben ihrem Rennrad ein schnelles Gravel-Bike haben wollen, in Gruppen fahren, an Wettkämpfen teilnehmen oder höhenmeterlastige Strecken bewältigen wollen. Der Rahmen bietet Platz zum Schultern für Cyclocross Rennen oder eine Rahmen-Tasche für das Bike Packing. Das Tretlager hat eine optimierte Höhe um mit 40mm Gravel Reifen und auch 28mm Straßen-Reifen fahren zu können, ohne in Kurven mit dem Pedal den Boden zu berühren.


Unsere Tipps und Empfehlungen spiegeln den aktuellen Stand der Technik dar. Wichtig sind uns die Sinnhaftigkeit und im Besonderen das Preis-Leistungsverhältnis. Zu allen Auswahlmöglichkeiten gibt es Ausnahmen bei Sonderfällen und subjektive Meinungen. Das wird besonders im Kapitel „Schaltung und Übersetzung“ zum Tragen kommen, denn dabei gibt es zu viele Meinungen und Vorlieben (beispielsweise das häufig entscheidende Argument der „besseren Optik“ bei einer 1-fach Schaltung).



Auf alle Fälle werden unsere Empfehlungen die Auswahl bei eurem Zusammenbau des Wunsch-Gravel-Rades im Baukasten eine Hilfe sein. So wisst ihr was für euch die sinnvollste Zusammenstellung ist, kennt die Vor- und Nachteile und müsst nicht bei Fehlkauf einzelne Komponenten teuer nachkaufen.



Für die Sportler die sich noch nicht genau vorstellen können was „Gravel Biken“ ist, sind hier ein paar Einblicke aus unseren Erfahrungen:


Beworben werden die Gravel Bikes mit „Abenteuer, Freiheit und Natur“. Begleitet durch „Entschleunigung, Spaß und Erlebnisse“.


Wie sieht das jedoch in der Praxis aus?


Mit einem Straßen-Rennrad ist man immer abhängig vom Straßenbelag. Das beginnt bereits bei der Erstellung oder Auswahl der Route. Große Straßen sind zu viel von Autos befahren und die möglichen parallelen Radwege sind meist schlecht befahrbar (Wurzeln, Kanten, Steine, Unterbrechungen). Die sehr kleinen Straßen haben oft einen schlechten Belag mit Schlaglöchern und zum Teil Schotter. Somit bleiben nur die „mittleren Straßen“ übrig.


Beim Radfahren selbst sieht man immer vor sich auf den Belag um nicht eine Kante, Stein oder sonstiges Hindernis zu übersehen das die Reifen beschädigt oder einen harten Schlag erzeugt. Beim Fahren mit dünnen (23-28mm) Reifen auf Wald-, Schotter- und Feldwegen benötigt man volle Konzentration auf die Fahrlinie, so dass die Natur rund herum kaum bewusst wahrgenommen und genossen werden kann.


Was ändert sich mit einem Gravel Bike?

Das Beginnt bereits bei der Erstellung der Tour. Hier ist man völlig frei und kann alle Arten von Straßen und Wegen frei auswählen. Wenn man in den digitalen Karten weiter herein zoomt, erkennt man plötzlich eine Menge weiterer Wege, die man sonst nie entdeckt hätte.

Normalerweise erstellen wir zu jeder Tour eine Route und laden diese auf unseren GPS-Radcomputer. Das ist bei einem Gravel-Rad eine dringende Empfehlung. Nur so könnt ihr das ganze Potential mit dem Rad ausschöpfen und findet die schönsten Wege.


Beispiel:

Folgend eine Kartenausschnitt. Für ein Rennrad sind lediglich die weißen geteerten Straßen fahrbar. Für eine Gravel Rad kommen zusätzlich die gelben ungeteerten Wege mit dazu. In der Realität sind diese "neuen" Wege wunderschön und ohne unser Gravel Bike hätten wir diese unzähligen Möglichkeiten nie gefunden.

Es macht uns schon bei Erstellen der Route Spaß neue Wege zu finden und wir freuen uns diese abzufahren. Rund um unser "Zu Hause" gibt es gefühlt unendlich viele neue Wege die wir noch nicht kennen. Hier bemerken wir die „neue Freiheit“. Gleichzeitig ist es in diesen besonderen Zeiten wie Urlaub, wenn man etliche neue Strecken rund um seinen Wohnort entdecken kann.


Sind wir dann mit dem Gravel Bike unterwegs müssen wir nicht mehr so genau auf den Untergrund achten. Die breiten Reifen dämpfen die meisten Unebenheiten. Schotter, Steine oder Schmutz werden einfach Überfahren. Ein Ausweichen ist nur selten notwendig. Dadurch kann man sich deutlich mehr auf seine Umgebung konzentrieren und nimmt die „Natur“ deutlicher wahr.




Wenn wir neuen Wege abfahren oder entdecken, dann kommt uns die Tour oder Trainingsfahrt wie ein kleines Abenteuer vor. Das macht schnell Lust auf mehr und wir planen schon unsere ersten Bikepacking Touren. Davor solltet ihr keine Angst haben. Viel benötigt man gar nicht und alles was man für 2-3 Tage benötigt kann in den verfügbaren Taschen verstaut werden.


Mittlerweile haben wir selbst erkannt, was mit den Begriffen „Abenteuer, Freiheit und Natur“ sowie „Entschleunigung, Spaß und Erlebnisse“ gemeint ist. Zusätzlich besitzen wir Wettkampfambitionen, so dass wir unser Gravel Racer auch in diese Richtung getrimmt haben. Es macht einfach Spaß auch im Wald einen Geschwindigkeitsrausch zu bekommen und bei längeren Touren auch auf der Straße zügig und kraftschonend voran zu kommen.

Insider Tipps:

Wie schon geschrieben, ist aus unserer Sicht ein GPS Radcomputer auf dem eine am PC erstellte Radtour angezeigt wird für den Spaß, Freiheit und Erlebnisse sehr zu empfehlen. Diese Geräte gibt es unter 200 Euro (z.B. Garmin Edge Explore - Link zu einem Praxistest).

Kostenlose Karten findest du hier (Link zu den "Freizeitkarten").

Zur Routenerstellung empfehlen wir AllTrails (Link) oder Komoot (Link). AllTrails ist besser für eine Punkt zu Punkt Routenerstellung rund um dein Zu Hause besser geeignet. Komoot ist besser für A nach B Routen oder eine Streckenerstellung in einem unbekannten Gebiet.




Mit etwas Praxis benötigst du für eine neue „Abenteuer-Route“ mit unbekannten Strecken keine 5 Minuten inklusive Upload auf den Radcomputer und freust dich auf dein neu erstelltes Abenteuer. Du wirst schnell erkennen, dass du dann richtig Lust hast die neuen Strecken zu erkunden.



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